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Die Musik

Volksmusik ist ein eigenartiges Phänomen: Ohne Umweg über den Intellekt, am analytischen Hirn vorbei geht sie direkt dorthin, wo sie wirken soll: Ins Blut, in die Seele, ins Herz und oft auch in die Beine. Und manchmal steht man da und denkt nur: Ja – so einfach kann das sein mit der Musik!
Diese Musik kann laut sein und leise, zart und grell, mal melancholisch klagend, mal so voll Witz und Lebensfreude, dass man einfach nicht anders kann, sie nimmt dich mit diese Musik und lässt dich nicht mehr los.
Das Material ist meist einfach: Oft sind es nur 2 Zeilen mit Noten, 8 oder 16 Takte vielleicht. Da ist viel Spielraum, da darf experimentiert werden. Mag sein, das ist der Zauber, der da drinnen steckt: Wer so flexibel ist, der passt in jede Zeit.
Dadurch ist Volksmusik alt und jung zugleich. Denn wurde das Grundgerüst, die Melodie, auch schon vor langer Zeit ersonnen, so entsteht die Musik doch immer wieder neu im hier und jetzt in einmaliger Variation. So gesehen wirklich ein kleines Wunder…

Beim Musizieren kommt es uns viel mehr auf den Spass mit der Musik an, als auf eine historisch korrekte Interpretation. Wir lieben das Experiment der Spontanität. Nur so kann das Material lebendig bleiben!
Mit dieser Grundhaltung beziehen wir unsere Musik aus einem breiten Spektrum an Quellen. Ohne Hemmungen und falsche Ehrfurcht verarbeiten wir dabei bairisches, böhmisches, bretonisches, finnisches, französisches, galizisches, griechisches, irisches, jiddisches, louisianisches, mährisches, österreichisches, russisches, schottisches, schwedisches, tschechisches und was weiß ich was noch für Liedgut... Und ich bin sicher: das hätten die Alten auch getan!